Unterwegs mit dem Fahrrad

    August 2002
    Ein Vorwort
    Bis zu meinem fünfzigsten Lebensjahr war meine grösste Fahrradtour, so weit ich mich erinnern kann, ein Bubenausflug von St.Gallen zu meiner Tante Paula ins vorarlbergische Götzis. Im Alter von 48 Jahren erlitt ich einen Herzinfarkt, dem zwei Jahre später, mit einer notfallmässigen Operation, fünf Bypässe folgten. Leider lief es nicht gut: Der postoperative  Infekt brachte mich an den Rand des Grabes und zog nochmals massive Eingriffe nach sich. Ich verliess die Klinik Wochen später als Zombie und wer mich sah, der erschrak. Ein Rehabilitationsprogramm anzutreten weigerte ich mich: Mein Bedarf an stöhnenden und schnarchenden Schlafgenossen und nächtlichen Kontrollrunden des Pflegepersonals war gedeckt.

    Ueber den Zeitraum eines halben Jahres baute ich mich auf einem Hometrainer, einem Fahrrad in der Stube, Schritt um Schritt oder besser, Tret um Tret, wieder auf. Irgendwann in dieser Zeit entstand die ehrgeizige Idee: Ich würde meinen Freund Peter, in Neuss bei Düsseldorf zu Hause und auch ein alter "Infarktler", mit dem Fahrrad besuchen gehen. Meine Frau war entsetzt und wem ich in Freundes- und Bekanntenkreis davon erzählte, schüttelte irrtiert den Kopf - ich hatte mir den Weg zurück erfolgreich verbaut.

    Also tat ichs.

    2002: Basel bis Neuss (Die Entjungferung)

    2003: Thun bis Neuss (Boah, Mann, goil)

    2004: Vorderrhein bis Basel (Einbezug von Gattin)

    2004: Vorderrhein BILDER

    2005: Westschweiz (Erste Suchterscheinungen)

    2007: Zentralschweiz und Mittelland (Abhängigkeit)

    2008:  Von Mainz nach Köln
    (Ein Versuch zur Entwöhnung)